SIMON HUEBER

Diese Urkunde, die sich im Verfachbuch Altrasen 1648 findet, ist der bislang älteste Nachweis der Schmiede in unserer Familie.
In den Matriken der Pfarre Niederolang steht nichts über die Geburt oder Heirat von Simon Hueber und seiner Frau Gertraud Oberhoferin. Aber im Taufbuch findet man am Stefanstag des Jahres 1648 den Eintrag, dass in Mitterolang ein Kind geboren und getauft wird, „Katharina, fil(ia) leg(itima)Simon Hueber, faber ferrarius und Gertraud Oberhoferin“. Noch weitere acht Kinder gehen aus dieser Ehe hervor.
Als Gertraud 1676 verstirbt, hinterlässt sie ihrem Mann, „Syman Hueber, Schmid zu Mit(er)olanng„ einen „Schanckh- und Testomendtbrief“. Darin wird „von Obrigkeit wegen“ bestimmt, dass der Witwer „solches Testoment die benambsten 15 Jar zu geniessen befuegt“ ist, dafür solle er dazu verflichtet sein, „seine ehelichen Khinder“ wie dies ohnehin „väterlicher Schuldigkheit“ entspräche, mit allem Nötigen zu versehen und sie in Gesundheit und in Krankheit zu ernähren. Überdies müsse er während dieser Zeit die „verhanden Behaussung und Schmiten“ in gutem brauchbaren Zustand erhalten und er dürfe diese Gebäude keineswegs etwa durch Misswirtschaft verderben.
Simon Hueber verstirbt im April 1687 ohne ein Testament zu hinterlassen, deshalb wird zur Regelung der Erbes der vier noch lebenden Kindern von der „Gerichtsobrigkeit“ ein Inventar und Verzeichnis über seinen Besitz und sein Vermögen erstellt. „Demnach der allmechtig, eewig, giettig und barmherzig Gott die beschaiden ehewirtsleith Syman Hueber, huefschmid zu Mitterollang, g(eric)hts Alträsen und Gerdrauth Oberhoferin, nunmehr beed sell(ig), von disem zeitlichen zweiflsohne zum ewig weh-rend himbelischen frieden leben abgefordert, sein göttliche allmacht geruehe disen und all annd(eren) in Christo verschidnen seellen mit gnaden zu pflegen. Amen.“
Beim Eintrag im Sterbebuch der Pfarre Niederolang finden sich leider keine weiteren Angaben, nur die Berufsbezeichnung: „faber ferrarius“